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Impuls

Hoffnung für Herbst und Winter

Seit heute hat der zweite „Lockdown – light“ begonnen. Vier Wochen sollen wir auf alles verzichten, das wir mit der Erfahrung von Lebensqualität verbinden: Freunde treffen, ausgehen, Kultur genießen im Theater und bei Konzerten, Restaurantbesuche, stärkende Seminare, Fortbildungen usw….

Im Frühling war dies neu und einigermaßen akzeptabel, denn die Tage waren lichtdurchflutet und die aufblühende Natur mit ihrer Schönheit bezauberte und tröstete uns.

Nun aber fühlen wir uns zerrissen zwischen der Einsicht über die Notwendigkeit der Maßnahmen um die Fallzahlen der Neuinfektionen zu verringern und der Traurigkeit darüber, erneut unser Leben „herunterzufahren“ und persönliche Kontakte, Feiern und Begegnungen weitgehend zu unterlassen.

Hoffnung für Herbst und Winter
Veröffentlicht am
13. November 2020

Hinzu kommen noch die kurzen Tage im November, die frühe Dunkelheit, manchmal verbunden mit trübem Wetter, die auch unabhängig von Corona für viele eine schwierige Zeit sind.

Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, was mich in meiner persönlichen Traurigkeit, nicht nur über abgesagte Veranstaltungen von „caminando“ stärken kann.

Dabei fiel mir das vielzitierte Sprichwort: „Loben zieht nach oben, danken hilft vor Wanken“ ein. Ich dachte bisher, dass dies ein Ausspruch von Martin Luther sei, konnte aber nicht herausfinden von wem das Zitat ursprünglich stammt.

Mir hilft es, meine Gedanken und Gefühle vom Jammern und Nörgeln über die Einschränkungen wegzulenken auf alles Schöne, Bereichernde, Wunderbare, das ich in diesem Jahr trotz Corona erleben durfte und dafür zu danken.

Zudem ist mir das Bilderbuch von Leo Lionni: „Frederick“ in meinem Bücherregal in den Blick gekommen und ich habe es mit Freude gelesen. Frederick ist eine Feldmaus. Er lebt zusammen mit anderen Feldmäusen in einer alten Steinmauer in der Nähe eines Kornspeichers. Alle Mäuse sammeln in Vorbereitung auf den Winter Nüsse, Körner, Heu usw. Nur Frederick ist anderweitig beschäftigt, er sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für den dunklen und kalten Winter. Als es zu schneien beginnt und die Mäuse frieren, erwärmt und beglückt sie Frederick mit der Erinnerung an die wärmende Sonne, an die herrlichen Farben der Natur im Sommer und an Worte, die gut tun, ermuntern und aufheitern.

Ich möchte Frederick als Vorbild nehmen und es ihm gleichtun. Ich erinnere mich an wunderschöne warme Sonnentage auf der Terrasse, den Duft von Rosen und Lavendel, an beglückende Begegnungen, an wohltuende Gespräche, an gegenseitige Ermutigung, an Kreativität und Lachen. Wenn ich in die Galerie meines Smartphones schaue, sehe ich herrliche Landschaften, liebenswerte Menschen, Leben in Hülle und Fülle in diesem Jahr 2020!

Ich lobe vor allem unseren Schöpfer und danke ihm für alles, was mir in den letzten Monaten geschenkt wurde.

Es lohnt sich den Blick darauf zu richten, dann wird es innerlich heller und die Freude kann sich wieder ausbreiten. Gottes Segen in meinem und unserem Leben wird spürbar.

Ich wünsche allen ein gutes Entdecken der gesammelten Sonnenstrahlen, Farben und guten Worte!