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Formen des Gebets

Gebet als Dialog mit Gott

Als ich einmal eine Freundin fragte, wie sie es mit dem Beten hält, sagte sie einen schönen Satz, der bis heute in mir nachklingt: „Beten heißt für mich, ich setze mich gemütlich auf mein Sofa und lasse mich von Gott liebhaben!“

Sich von Gott liebhaben lassen heißt für mich, sich für seine Liebe und Gegenwart öffnen, sich nach ihm ausstrecken, mir seine Nähe bewußt machen und in der Stille versuchen, seine Stimme zu hören. Dies möchte ich in der Gewissheit tun, dass er mich mit seinen liebenden Augen ansieht. Im aaronitischen Segen heißt es, dass er „sein Antlitz über mir leuchten läßt“.

Die Liebe Gottes kann mich freisetzen, ihm ganz zu vertrauen und ehrlich vor ihm zu werden und zu sein, denn in der Beziehung zu ihm darf ich so sein, wie ich bin.

Das Befreiende am Gebet ist für mich, dass Gott auf keine besonders frommen, intelligenten, oder ausgewählten Worte Wert legt, sondern dass ich ihm mein Herz öffnen darf und ihm mit dem was mich erfüllt, sei es Freude, Lob, Dankbarkeit, Verzweiflung, Angst, Hoffnungslosigkeit begegnen darf.

In Kontakt mit Gott kann ich immer treten – ganz unabhängig von Zeit und Ort.

Eine schöne Erfahrung ist es, als Gruppe zu beten.

Elemente des Gebetes sind für mich das Lob Gottes, ich darf, soll ihm sagen, wie wunderbar er ist und dass ich mich über ihn freue. Das Danken kann meinen Blick darauf lenken, wieviel Gutes es in meinem Leben gibt und wie reich beschenkt ich bin. Mit Bitten und in der Fürbitte kann ich ihm sagen, welche Sorgen und Ängste mich belasten, seine Hilfe und Beistand erbitten für meine eigenen Anliegen, aber auch für Menschen und Situationen die mir am Herzen liegen oder für die ich verantwortlich bin. Klagen darf ich auch bei Gott, meine Wut und meinen Zorn bei ihm loswerden, auch mal richtig schimpfen über das was mich am Leben ärgert oder verzweifeln lässt. Gebet bedeutet für mich, mich hineinfallen lassen in die offenen Vaterarme Gottes und darin geborgen zu sein.

In der Stille spüre ich, dass Gott mit mir in Kontakt kommen möchte, aus den vielen Stimmen, die in meinem Kopf laut sind, versuche ich seine Stimme „herauszufiltern“. Manchmal wird mir dabei ein Gedanke ganz wichtig, von dem ich spüre, dass er mir von Gott geschenkt wurde oder ich entdecke in einem mir längst bekannten Bibeltext die genau für meine momentane Situation passende Antwort, ein Liedvers erfüllt mich und beginnt in mir zu klingen, oder ich höre in den Worten eines Menschen Gottes Botschaft für mich.

Eine schöne Erfahrung ist es, als Gruppe zu beten, sich in der Gemeinschaft mit Gott zu verbinden, mit einem gemeinsamen Anliegen zu ihm zu kommen. Die Sorgen Einzelner können zusammen vor Gott ausgebreitet werden. Das gemeinsame Gebet schafft Offenheit, Vertrautheit untereinander und ist ein ganz besonderes Erlebnis in der Gemeinschaft. Ermutigend ist es zu erleben, wie Gott handelt und wie sich durch das Gebet das Leben der Betenden verändert.